IX. Internationales Evangelisierungs- und Hagiotherapietreffen vom 9. bis 13. Juli 

von Ida

Das Treffen in Zagreb war in diesem Jahr wieder sehr gut besucht und wurde auch von vielen über Zoom verfolgt. Das Ziel des Seminars war die Neuevangelisierung der Kirche, welches schon Papst Paul VI. im Apostolischen Schreiben „Evangelii nuntiandi“ als Hauptaufgabe der katholischen Kirche bezeichnet hat.

Wir sind immer wieder aufgerufen zur „ersten Liebe“ zurückzukehren

Das Drama heute, und damit sind wir alle angesprochen, besteht darin, dass dem Hören nicht das Tun folgt. Die persönliche Christusbeziehung, zu der uns der Hl. Geist führt und führen will, ist das wesentlichste Element, das den Gläubigen zum Evangelisatoren macht. Sei dir immer bewusst, du bist Christ für die anderen, sonst ist Jesus nicht in dir. Deine Familie und deine Umgebung brauchen keine Religion, sondern dich, d. h.,Jesus in dir, deshalb ist es wichtig sich täglich der Person des Hl.Geistes zuzuwenden. Wir sind immer wieder aufgerufen zur „ersten Liebe“ zurückzukehren, denn das Wissen muss von Erfahrung gedeckt werden.

Voraussetzung um im Glauben zu wachsen, ist das Vertrauen. Das Vertrauen zu festigen bedeutet eine Daueraufgabe für uns, schließlich können wir uns nur auf den Schöpfer verlassen. Vertrauen ist das Fundament des Lebens. Jesus kann alles verändern und fruchtbar machen. Wir müssen die Erfahrung der Güte Gottes machen und haben kein Recht im Leiden zu verharren, denn wir brauchen nur ihn (obwohl angenommenes Leiden auch Sinn hat). Der Hl. Geist und niemand sonst hilft und er ist jetzt da und führt alles aus, er verändert. Alle noch so großen Angelegenheiten darf man ruhig ihm überlassen. Immer und immer wieder müssen wir uns bewusst machen, dass unsere Kräfte nicht ausreichen, müssen uns fragen wo wir festgehalten werden, welche Hindernisse und Bedrängnisse unseren Fortschritt hemmen. Der Mensch ist immer in Gefahr sich vom Bösen betrügen zu lassen. Ängste, Gewissensbisse, Zweifel an der Liebe und Vergebung Gottes sind seine bevorzugten Waffen, aber der Teufel hat nur soviel Macht als wir ihm geben. Unser Bestreben soll es sein, Träger der Hoffnung zu werden. Unsere Gedanken, Worte und Taten sind Indikatoren dafür, wie hoffnungsvoll wir sind.

Der Professor Tomislav Ivancic hat immer wieder darauf hingewiesen, dass es gut und hilfreich ist Gutes zu lesen und zu hören und sich nicht mit Katastrophen und anderem Negativen zu beschäftigen. Es braucht Tapferkeit und Mut um Hoffnung auszustrahlen, nur die rosarote Brille zu tragen, wäre das andere Extrem. Auch „es wird gut sein“ leichtfertig ausgesprochen, ist keine Hilfe. Um ein Mensch voll Hoffnung zu sein, müssen wir uns gegenüber ehrlich und wahrhaftig sein und uns fragen, wo wir gebunden sind und Jesus bitten unsere geistigen Ohren und Augen zu öffnen und unser gebrochenes Herz von ihm reinigen und heilen zu lassen.

Das Gebet ist der Raum in dem wir Jesus begegnen; doch nicht das Gebet heilt, sondern Jesus: die Person, die Vergangenheit und die negativen Erinnerungen. Dankbarkeit ist das stärkste Gebet, wenn du dankst, geschieht das wofür du dankst. Wer sich als Hagioassistent berufen fühlt, braucht Erfahrung, geistiges Wachstum und Disziplin. Er muss durchlässig sein für die Gnade Gottes und sich vom Hl. Geist entzünden lassen. Er muss die Hagiotherapie an sich selbst durchführen und fortwährend den Weg der Vergebung gehen. Er muss die, die am Boden liegen aufheben und Hilfe von oben erwarten. Der Hagioassistent muss Ehrfurcht vor der Aufgabe haben und einfach im Herzen sein. Er muss sich vom Hl. Geist verwandeln lassen und seine Kraft erfahren und ausstrahlen.