Naturwissenschaft und Evangelisation

Monatlicher Glaubensimpuls aus der Wissenschaft von Dr. Günther Berwanger->

Verträgt sich Wissenschaft mit der Frohen Botschaft vom Reiche Gottes?

GBDr. Günther Berwanger hat ein faszinierendes Buch herausgegeben. Der Autor stellt im folgenden Artikel sein Buch persönlich vor:
Die aus der Zeit der Aufklärung stammende Meinung, dass Wissenschaft und speziell Naturwissenschaft den Gottglauben widerlege und daher mit Religion nicht vereinbar sei, ist durch die Physik des 20. Jahrhunderts mehr und mehr zerbröselt und hat sich schließlich in das Gegenteil verkehrt. Das ging so weit, dass Physiker des 20. Jahrhundert gesagt haben, wenn es Gott nicht schon gäbe, dann müsste ihn die Physik postulieren und ihn als die größte Entdeckung aller Zeiten feiern.
Das Buch ist für Glaubenszweifler und Glaubensgegner geschrieben. Es richtet sich aber auch an Gläubige aller Konfessionen, die immer noch eine Unvereinbarkeit von Glaube und Naturwissenschaft zu erkennen meinen. Absicht des Buches ist, diese vermeintliche Unvereinbarkeit zu widerlegen. Als Physiker möchte der Autor versuchen, auf leicht zu lesende und verständliche Weise eine Brücke zwischen dem christlichen Glauben und der Naturwissenschaft zu schlagen.
Der erste Teil des Buches soll zeigen, dass das Weltbild, das uns die modernen Wissenschaften vermitteln nicht im Widerspruch steht zum Weltbild, das uns der christliche Glaube vermittelt. Max Planck, der Begründer der Quantenphysik und Nobelpreisträge sagte: "Wohin und wie weit wir auch blicken mögen, zwischen Religion und Wissenschaft finden wir nirgends einen Widerspruch, wohl aber in den entscheidenden Punkten volle Über-einstimmung. Religion und Wissenschaft schließen sich nicht aus, sondern ergänzen und bedingen einander."
In weiteren Kapiteln des Buches werden Argumente aus der Naturwissenschaft aufgezeigt, die christliche Glaubensinhalte bestätigen oder durch Aussagen des christlichen Glaubens sinnvoll ergänzt werden. Hier wird besonders auch auf die Stellung des Menschen in der Ordnung des Universums hingewiesen.
Wer ist der Mensch?
(Auszug aus Kapitel 3.6.3)
Diese Frage ist uralt und beschäftigt auch die modernen Wissenschaften.
Freeman Dyson, Quantenphysiker und Kosmologe, schreibt: "Wenn wir in das Universum hinausschauen und uns die vielen Zufälle der Physik und der Astronomie vergegenwärtigen, die zu unserem Vorteil zusammengewirkt haben, dann sieht es so aus, als hätte das Universum von unserem Kommen gewusst." (58)
Paul Davies, Physiker, bekennt: "Ich kann nicht glauben, dass unsere Existenz in diesem Weltall nur eine Laune des Schicksals ist, ein historischer Zufall, ein kleines Versehen in dem großen, kosmischen Drama. Wir sind zu sehr darin verwoben, [ ... ] Wir sind dazu da, hier zu sein." (59)
galaxieDavies meint, es gäbe eine Intelligenz hinter dem Universum, die die Menschen bereits im Blick hatte, als das Universum geschaffen wurde. Die Physik legt uns nahe, dass es einen Schöpfergott gibt, und dass Gott mit der Schöpfung einen Plan verfolgt. Der Mensch ist Teil der Schöpfung, und vieles in der Kosmologie weist darauf hin, dass der Mensch auch das Ziel der Schöpfung ist. Menschen bezeichnen sich sogar als die Krone der Schöpfung, und das mit Recht. Das ganze Universum ist auf den Menschen hin gebaut und auf ihn zugeschnitten. Schon in der ersten Sekunde des Urknalls wurden die Weichen so gestellt, dass 13 Milliarden Jahre später sich der Mensch entwickeln konnte. Die Naturgesetze waren ja von Anfang an da, und sie waren so geschaffen, dass 13 Mrd. Jahre später der Mensch entstehen konnte. Die Ordnung des Universums war also von Anfang an auf den Menschen hin ausgerichtet. Dass wir heute so sind, wie wir sind, wurde bereits vor 13 Milliarden Jahren in den ersten Sekunden der Weltentstehung festgelegt. In der Evolution des Weltalls kam der Mensch ganz zum Schluss. Er konnte vorher nicht entstehen, weil alles auf ihn hin erst vorbereitet werden musste. 13 Milliarden Jahre lang hat sich die Natur auf das Kommen des Menschen vorbereitet. Er ist tatsächlich von Natur aus die Krone der Schöpfung. Der Mensch ist das Tüpfelchen auf dem "i" der Schöpfung. So wie das i ohne das Tüpfelchen ein bedeutungsloser Strich bleibt, so erscheint auch die Schöpfung ohne den Menschen sinnlos und verloren.
Wenn wir die 13 Milliarden Jahre seit Erschaffung der Welt zusammenschrumpfen lassen auf einen Tag, dann würde die Menschheit erst 1 oder 2 Sekunden existieren. Das lässt kosmologisch gesehen zumindest den Schluss zu, dass der Mensch tatsächlich das Ziel der Ordnung im Universum und somit das Ziel der Schöpfung ist.
Gott hat mit der Menschheit sicher noch Vieles und Großes vor. Vorläufig haben wir genug zu tun, um unseren Planet Erde in Ordnung zu halten und in den Griff zu bekommen. Vorläufig scheint das übrige Universum für uns verloren zu sein. Aber irgendwann in der Zukunft - vielleicht nach unserem Tod, vielleicht erst nach unserer Auferstehung - werden wir für das ganze Universum zuständig sein. Wir sind für Gott so wichtig, dass er uns mit Jesus zu Erben des Gottesreiches bestellt hat, und zum Gottesreich gehört auch das Universum.
Apostel Paulus hat schon vor 2000 Jahren in weiser Voraussicht erfasst, dass Menschheit und Universum sich gegenseitig bedingen, und dass das Universum auf die Menschheit geradezu mit Sehnsucht wartet. In Röm 8, 18-21 schreibt er: "Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes."
In einem weiteren Teil des Buches wird der Leser auch mit Argumenten moderner Atheisten und namhaften Glaubens-gegnern konfrontiert. Die Widerlegung dieser Argumente durch andere Wissenschaftler zeigt die Unhaltbarkeit der atheistischen Auffassungen.
Im letzten Teil des Buches versuche ich aufzuzeigen, dass es für Glaubensaussagen, die auch von gläubigen Christen als "schwierig" bezeichnet werden, logische und sinnvolle Erklärungen gibt. Hierher gehören zum Beispiel Fragen wie: Wie kann ein guter Gott Leid zulassen? Oder: Hat Gott auch das Böse erschaffen?
coverIm letzten Kapitel wird auf die Vorteile des christlichen Glaubens gegenüber anderen Religionen hingewiesen.
Der Autor Günther Berwanger ist Dr. phil. für Physik. Er arbeitete viele Jahre an der Planung und Berechnung von kerntechnischen Anlagen mit. Nachdem Österreich seine Atomenergie-Agenden still gelegt hatte, wirkte er als Professor für Physik und Mathematik an den Höheren Technischen Lehranstalten in Steyr und Weiz. Er ist auch Mitglied der katholischen Gemeinschaft "Gebet und Wort". Seit seiner Pensionierung ist er im Auftrag der Gemeinschaft als Evangelisator tätig. Er hält Glaubensseminare und Vorträge im In- und Ausland. In der Silvesternacht 1983/84 durfte er während einer Erscheinung der Gottesmutter in Medjugorje ein tiefgreifendes Gotteserlebnis haben, das seinen weiteren Lebensweg bestimmte.

Das neue Buch NATURWISSENSCHAFT UND EVANGELISATION ist direkt beim Autor zum Preis von 15 € zuzügl. Porto erhältlich: Prof. Dr. Günther Berwanger, Jägerstr. 152,8224 Kaindorf. Tel. 0333/42154. Handy 0664/4530727. E-Mail: guenther.berwanger@aon.at

Quelle: Gott mein Alles